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Essstörungen – Kampf gegen den eigenen Körper

Essen ist ein natürliches und lebenswichtiges Bedürfnis. Doch was für viele Menschen mit Genuss verbunden ist, bedeutet für einige den blanken Horror
aktualisiert am 08.04.2014

Wieder etwas abgenommen? Viele Essgestörte machen sich ständig Sorgen um ihr Gewicht

iStock/Szelmek

Erbrechen, Essanfälle oder hungern – die Essstörung hat viele Gesichter. Doch so unterschiedlich sich Bulimie, Binge-Eating oder Magersucht auch auswirken, haben sie doch eines gemein: Die Gedanken und Gefühle der Betroffenen drehen sich ständig ums Thema "Essen" und Ernährung. Da werden Kalorien gezählt, Abführmittel eingenommen oder Unmengen von Lebensmitteln innerhalb kürzester Zeit verschlungen.

Essstörungen zählen zu den Suchterkrankungen. Sie sind Verhaltensstörungen, die meist mit ernsthaften und langfristigen Gesundheitsschäden einhergehen. Die bekanntesten und häufigsten Essstörungen sind die Magersucht (Anorexia Nervosa), die Ess-Brech-Sucht (Bulimia Nervosa), die unspezifische Ess-Sucht und die Essattacken (englisch Binge Eating).

Magersüchtige essen so wenig wie möglich – manchmal nur zwei Äpfel am Tag – und versuchen oft noch, durch Sport ihren Energieverbrauch zu steigern. Außerdem leiden sie unter einem verzerrten Körperbild: Magersüchtige finden sich auch dann noch zu dick, wenn sie schon extrem untergewichtig sind. Frauen sind häufiger betroffen als Männer, deren Anteil allerdings in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist. Folgen der Magersucht sind Unter- und Mangelernährung sowie Muskelschwund. Langzeitschäden können unter anderem Osteoporose und Unfruchtbarkeit sein.

Menschen, die unter einer Ess-Brech-Sucht (Bulimie) leiden, sind zwar meist normalgewichtig, haben aber große Angst vorm Dickwerden. Um ja nicht zuzunehmen, greifen sie zu allerhand Gegenmaßnahmen: Sie erbrechen, treiben exzessiv Sport, nehmen Abführmittel oder fasten. Dies wiederum versetzt den Körper in einem Mangelzustand, und es kommt zu Essanfällen. Dabei stopfen die Betroffenen Unmengen von Nahrung in sich hinein. Danach plagt sie das schlechte Gewissen und sie übergeben sich. Die Heißhungerattacken und das anschließende Erbrechen werden oft als entspannend empfunden, ziehen jedoch ersnte gesundheitliche Schäden nach sich.

Esssüchtige essen zwanghaft. Diese Form der Essstörung führt in den meisten Fällen zu Übergewicht oder Fettleibigkeit (Adipositas) mit den entsprechenden Folgeerkrankungen.

Beim Binge-Eating leiden die Betroffenen regelmäßig unter Essattacken. Dabei verlieren sie vollkommen die Kontrolle über ihre Nahrungsaufnahme: Binge-Eater verschlingen besonders schnell und ohne hungrig zu sein bevorzugt zucker- und fetthaltige Nahrungsmittel in Mengen, bis ein unangenehmes Völlegefühl eintritt. Nach einem solchen Fressanfall ekeln sich die Betroffenen vor sich selbst und schämen sich. Sie leiden nicht selten unter Depressionen und den Folgen eines starken Übergewichts.

Die verschiedenen Formen von Essstörungen lassen sich nicht so leicht erkennen und auch nicht immer klar voneinander abgrenzen: Oft wechseln die Betroffenen von einer Form zur anderen, Merkmale gehen ineinander über und vermischen sich. Und: Wer einmal im Teufelskreis einer Essstörung gefangen ist, kommt ohne fremde Hilfe meist nicht mehr hinaus.

Unser Spezial verschafft Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Essstörungen. Außerdem haben wir für Sie Adressen zusammengestellt, an die sich hilfesuchende Betroffene und Angehörige wenden können.



Bildnachweis: iStock/Szelmek

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